Schneckenbande

im Schneckentempo mit Dachzelt durch die Welt
 

Sardinien mit Dachzelt 21.April .2018 - 13. Mai 2018

Hoffentlich bald findet ihr hier einen kompletten Reisebericht mit Video und Bildergalerie zu unserer vierten Reise nach Sardinien.

Videos Teil 1 und Teil 2 vom Urlaub und Video "Vor Sardinien" + Bildergalerie





Reisebericht

Wer uns kennt, unsere Reiseberichte gelesen hat oder auch vielleicht ein paar YouTube Videos gesehen hat, weiß dass unser Herz für Sardinien schlägt. Also ging es diesmal wieder nach Sardinien. Wir waren dennoch gespannt, da wir noch nie im Frühling auf die Insel gefahren sind. Die Reiseberichte versuche ich kürzer zu halten, bei Fragen meldet euch einfach! J Wir hängen nur sowieso mit unseren Videos, Bilder und unserer restlichen Arbeit in Deutschland hinterher.

Freitag, 20.04.2018 Abfahrt

An einem herrlichen sonnigen Freitagabend ging es abends noch mit meinen Eltern in unsere Stammtrattoria Al Gallo Nero in Cham zum Essen. Im Anschluss düsten wir in einer Sternschnuppennacht wieder einmal nach Holzkirchen, um an München vorbei zu sein und schliefen dort beim Hagebaumarkt.

Samstag, 21.04.2018 Von Holzkirchen nach Livorno, Überfahrt mit Moby Lines

Wir buchten zu Hause die Fähre. Für Hin- und Rückfahrt, 2 Erwachsene, 1 Auto Kat. 3, Innenkabine, Abendessen und sonstige Abgaben bezahlten wir 326,01 €. Um kurz vor 09:00 Uhr starteten wir nach Livorno. Nachdem wir endlich angekommen sind, kauften wir noch im Supermarkt ein. Später mussten wir vielleicht 10 Minuten warten bis wir unser Auto in der Fährte parken durften. So konnten wir noch in Ruhe duschen und essen.

Sonntag, 22.04.2018 Ankunft in Olbia, Vignola Mare und Rena Majore

Während die Fähre in Olbia anlegte, genossen wir den romantischen Sonnenaufgang und die singenden Vögel. Auf dem Weg in Richtung Norden stiegen wir erst einmal aus und befanden uns mitten in einem duftenden Blumenmeer. Spontan landeten wir in Vignola Mare und begrüßten das Meer. Ach es ist so schön das Meer zu riechen, seine Schuhe in die Ecke zu werfen und das klare Wasser anzusehen. Am Strand war ein Schild mit „Hydrotherapie“. Wir verbrachten den Tag am ruhigen Strand neben dem Rio Vignola. Zwischendurch aßen wir eine Pizzette im Ristorante Mare Chiaro mit einem netten Chef und probierten Rotwein aus den Rebsorten Cannonau und Carignano. Abends lernten wir am Spiaggia di Vignola einen deutschen Rentner kennen, welcher sich ein Haus in Sardinien gekauft hat. Wir unterhielten uns lange über das Auswandern nach Sardinien. Einen Sonnenbrand hatten wir auch schon. Danach parkten wir beim Strand Rena Majore und latschten ins Ristorante S’Historia in Rena Majore. Nachdem wir dort eine nicht so tolle Pizza aßen und den Rentner wieder getroffen haben kehrten wir zum Stellplatz zurück. 

Montag, 23.04.2018 Rena Majore und Küste bei Portobello

In der Früh tranken wir Tee und Kaffee am Strand Rena Majore. Zudem kauften wir uns einen zusätzlichen Hut von einem fliegenden Händler, da uns die Sonne zu schaffen machte. Überall an der Küste stößt man auf die Mittagsblume. Nachdem wir im Supermarkt eingekauft und uns super mit dem Besitzer unterhalten haben ging es auf den Parkplatz Parcheggio a Pagamento nähe Portobello. Wir latschten 200 Meter zum Strand vor. Es war ein herrlicher, einsamer Ort. Allerdings bewegten wir uns aufgrund der starken Sonne nicht viel. Als dann Urlauber die Ruhe störten, flogen wir noch unsere Drohne und sahen zufälligerweise eine Menge an Seeigeln in einer Plastikkiste. Später fuhren dann ins Ristorante Mare Chiaro in Vignola Mare. Bei dem netten Besitzer waren wir schon einmal. In der Nacht standen wir wieder beim Rena Majore.

Dienstag, 24.04.2018 Costa Paradiso und Isola Rossa

Zuerst ging es wieder in den Supermarkt, wo wir gestern waren. Ein selbstgemachter Mirto und Grappa landete auch in der Einkaufstasche. Nach einem kurzen Besuch der Cala Sarraina entschieden wir uns an die Costa Paradiso zu fahren. Wir haben uns die Cala Tinnari vorgenommen, nur wussten wir noch nicht wie wir dort hinkommen. Beim Parking Spiaggia di Li Cossi stellten wir unser Auto ab und machten uns auf dem Weg zum Li Cossi Strand. Welchen wir nach ca. 15 Minuten erreichten. Wie auch im Jahr 2015 begeisterten uns wieder die leuchtend roten Felsen. Das Wasser ist glasklar und schimmert smaragdgrün. Da es nicht der Plan war, hier zu bleiben wanderten wir weiter. Doch wir kamen bald an unsere Grenzen. Leider waren wir wieder einmal so dumm und starteten unseren Fußmarsch mit Badelatschen, Kameras und sonstiges Gepäck. Es war so lustig, dass Bernhard am Rucksack auch noch unsere Drohne festmachte und mitschleppte. Derweil benötigt man zum Fliegen die Fernbedienung, welche er im Auto liegen ließ. So kehrten wir irgendwann um und chillten am Spiaggia di Li Cossi. Sogar die Badehose hat meine Schnecke vergessen. Also gönnte er sich ein Bierchen. Beim Öffnen war ein lauter Knall entstanden, welcher nur so gehallt hat und die gesamten Leute in der Bucht in Angst und Schrecken versetzte. Das Plantschen hier machte echt Spaß. Abends fuhren wir den Ort Isola Rossa an. Im schrägen, bunten Coccodrillus Restaurant lief afrikanische Musik. Das Essen schmeckte, trotz dem eingefangenen Sonnenstich. Beim Gehen fiel mir auf, dass wir das halbvolle Wasser vergessen haben. Bernhard rannte zurück ins Restaurant. Da die Flasche nicht mehr auf dem Tisch war, gaben die Besitzer ihm einfach so eine volle Flasche mit. Beim Strand La Marinedda krabbelten wir in unser Dachzelt.

Mittwoch, 25.04.2018 Von La Marinedda über Castelsardo nach Stintino

Morgens nach dem Aufstehen wurden wir von begeisterten Italienern mit unserem Dachzelt fotografiert. Das türkisblaue Meer am Spiaggia La Marinedda verblüfft uns sehr. Aber wir wollten weiter ziehen. Zuerst holperten wir über einen Schotterweg zu einem Parkplatz. Von dort aus konnten wir mit unserer Drohne über die Cala Tinnari fliegen. Wenn wir schon dort waren, haben wir uns zumindest ein Bild von oben gemacht. In Badesi tankten wir, hielten kurz beim Elefantenfelsen und freuten uns auf das malerische Castelsardo. Mit traumhaften Ausblick auf die Festung und auf die farbenfrohen Häuser, welche sich an den steilen Felsen schmiegen genossen wir die leckere Pasta im Meli Hotel. Wir machten einen kleinen Abstecher ins Centro Storico, füllten unsere Wassersäcke und begaben uns abends nach Porto Torres, um herauszufinden wie wir auf die Isola Asinara kommen. Bei Delcomar erhielten wir die Info, dass sie übermorgen fahren würden. Das wollten wir nicht und ergriffen die Flucht aus den Menschenmengen. Am Hafen in Stintino gab man uns eine Visitenkarte. Wir riefen die angegebene Nummer an und erhielten die Auskunft, dass wir morgen auf die Insel fahren könnten. Das Abendessen gab es im Restaurant Valentina. War nicht hervorragend, aber gut. Im Anschluss schliefen wir beim Capo Falcone.

Donnerstag, 26.04.2018 Isola Asinara

Da wir gestern bei dem Tourenveranstalter auf der Visitenkarte kein gutes Gefühl gehabt haben, riefen wir um 07:00 Uhr Shardana an und konnten uns noch spontan für heute anmelden. Wir freuten uns schon auf die ehemalige Gefängnisinsel Asinara. Sie steht unter strengsten Naturschutz. Es gibt Zonen, wo wirklich nichts berührt werden darf. Für den Großteil der Insel aber gilt: Erlaubt ist, was nicht zerstört. Per SMS wurde uns nochmal alles bestätigt und die Koordinaten für den Treffpunkt zugesandt. In einem Fruchtladen haben wir uns zumindest noch schnell eine Brotzeit gefunden und nachher trafen wir am Hafen auf Fabio, welcher die Tour führt. Leider waren wir nicht ganz alleine mit ihm, aber die Teilnehmeranzahl war trotzdem ok. Am Porto di Fornelli auf Asinara wartete dann schon der Defender auf uns. Früher wurden in Fornelli Schwerverbrecher, Kriegsgefangene aber auch italienische Mafiosi bewacht. Zuvor hatte man nochmal die Möglichkeit einen Kaffee zu trinken oder aufs Klo zu gehen. Raucher sollten sich hier noch eine Zigarette anzünden, weil das später auf fast der ganzen Insel verboten ist. Ziegen, Pferde und Wildschweine leben hier wild. Aber auch Esel. Den weißen Eseln, das Wahrzeichen der Insel fehlt der Farbstoff, welcher das Fell grau macht. Es gibt sie nur auf Asinara. Keiner weiß woher sie kommen. Es gibt eine Geschichte in der es heißt, dass sich nach einem Schiffbruch ein paar weiße Esel auf die Insel retten konnten. Erfreulicherweise erspähten wir gleich zu Beginn die süßen Tierchen. Es ging an der wunderschönen Cala Sant‘ Andrea vorbei. Danach überquerten wir die Landenge. Rechts liegt die Cala di Sgombro di Dentro und links die Cala Sgombro di Fuori. In La Reale gibt es einen kleinen Kosmetikladen. Uns wurde erzählt, dass dieser Naturkosmetik verkauft und die Inhaltsstoffe von der Insel stammen.  Außerdem wurden hier damals ansteckende Kranke behandelt. In der Schildkröten-Station versammelten sich Schülerklassen, weshalb Fabio entschied weiterzufahren. Porto del Bianco, Cala Murichessa und ein paar historische Sehenswürdigkeiten ließen wir hinter uns und erreichten die Cala Sabina. Hier durften wir uns von der Gruppe trennen und selbst auf Erkundungstour gehen. Daher latschten wir noch an der Cala dei Ponzesi vorbei und nutzen die Zeit für ein paar Bilder. Die im April und Mai blühende Wolfsmilch und traumhafte Buchten mit weißen Stränden und türkisfarbenem Meer prägen das Landschaftsbild. Leider bin ich gestürzt und habe es geschafft das Tablet und meine Kamera zu beschädigen. Aber Hauptsache das Bier war noch ganz. Fabio hat uns die Geschichte, Flora und Fauna wunderbar näher gebracht. Später fuhren wir noch ein bisschen Offroad und dann ging es eh schon wieder zurück nach Stintino. In der Nähe vom Spiaggia delle Saline duschten wir endlich mal wieder. Nachdem wir im Ristorante Il Portico mit Blick auf den süßen kleinen Hafen gegessen haben, kehrten wir wieder an den Strand zurück. Dort fanden wir einen geeigneten Parkplatz zum Schlafen. 


Fortsetzung folgt.